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Sandrine Bailly Special

Specials >> Sandrine Bailly

copyright:zoomWir haben uns entschieden, diesen kleinen Bereich unserer Homepage Sandrine Bailly zu widmen. Die sympathische Französin ist immer bereit uns Fragen zu beantworten, versorgt uns dazu mit netten Bildern und bei Weltcups etc. ist es immer wieder schön mit ihr zu plaudern!

Merci pour tout Sansan!!!

Auf grund der Interviews für FC- Magazine und Homepage haben wir Kontakt zu ihr bekommen und einige von uns sind durch ihre liebe Art große Fans von ihr geworden. Deshalb drücken wir auch ihr immer die Daumen und fiebern mit ihr mit.

Im Folgenden könnt Ihr ein Interview lesen, welches Sandrine uns für unser FC- Magazin 2004 gegeben hat. Außerdem gibt es noch eine kleine Bildergalerie und ein paar Videos. Und dann gibt es ja auch noch unser Portrait über sie.

Auf jeden Fall lohnt es sich immer, mal auf Sandrine’s eigener Seite vorbei zu schauen ( allerdings müsst Ihr dazu Französisch verstehen), denn Sansan schreibt immer einiges über ihre Weltcups und andere Unternehmungen.

Interview aus dem September 2004. Merci beaucoup pour répondre les questions Sandrine!

In welcopyright: solomonchem Alter hast Du mit Biathlon angefangen und weshalb hast Du Dich für diesen Sport entschieden?

Ich habe mit 15 Jahren angefangen, vorher habe ich Langlauf gemacht. Für Biathlon entschieden habe ich mich, weil ich es spannend finde, dass nichts entschieden ist bis zu den Schießeinlagen. Während eines Rennens kann alles passieren, vor allem muss man im Schießstand die Konzentration bewahren und man muss mental sehr stark sein, um der oder die Beste zu sein. Anfangs war das Schiessen sehr schwierig für mich, aber mittlerweile, mit viel Training und Ausdauer, habe ich mich stetig verbessert.

Bist Du mit der bisherigen Vorbereitung auf die neue Saison zufrieden?

Ja, das bin ich, ich habe an meinen Schwächen gearbeitet, an der Schnelligkeit auf Ski und and der Konzentration fürs Schiessen. Aber es ist erst September und ich fühle mich noch nicht fit genug für die Saison. Mein Ziel ist es, meine gute Vorbereitung so weiterzuführen und meine gute Form bis zum Saisonbeginn zu halten.

Erzähl uns ein bisschen über Deine Saisonvorbereitung, warst Du im Trainingslager und gibt es bei Euch auch Testwettkämpfe wie hier in Deutschland?

Diesen Sommer habe ich 3 Trainingslager mit dem französischen Team absolviert. Wir haben in den neuen Stadien von Bessans und Permanon trainiert. Am Wichtigsten waren die 15 Tage in Bessans Ende August, dort haben wie anfangs viel an der Ausdauer gearbeitet und in den letzten Tagen dann mehr und mehr an der Schnelligkeit.

Jetzt im September haben wir auch Testrennen in Bessans und Les Plans d’Hotonnes (dort trainiere ich auch immer). Die Tests sind wichtig zur Formüberprüfung, man sieht, ob es noch Probleme gibt und für manche Athleten sind sie auch eine Vorausscheidung fürs Weltcupteam.

Deine Ziele für die nächste Saison:

Mein erstes Ziel ist natürlich die Weltmeisterschaft in Hochfilzen Ende der Saison. Ich möchte dort mit der Staffel ganz oben auf dem Podium stehen. Außerdem ist der Weltcup in San Sicario wichtig als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Dort kann man sich dann schon mal die Strecke einprägen und sich an die Besonderheiten des Schießstands gewöhnen.

Hast Du neben dem Sport eine Ausbildung gemacht?

Ich habe nach dem Abitur eine 3-jährige Ausbildung zur Marketingkauffrau gemacht.

Hast Du schon eine Vorstellung, was Du nach dem Sport machen möchtest?

Das weiß ich noch nicht genau. Ich könnte mir vorstellen einen kleinen Klamottenladen zu eröffnen. Ich denke, ich werde auf keinen Fall im Sportbereich bleiben als Trainer oder so, ich möchte mein Leben auf jeden Fall ganz ändern. Es wird ein anderes Leben sein, aber es hängt natürlich auch alles von meinem Privatleben bis dahin ab.

Wir erfahren ja nicht so viel vom französischen Team, erzähl uns doch mal ein bisschen über Euch. Und wie kommst Du mit Deinen Mannschaftskameraden klar?

Wir haben jetzt ein relativ neues Team mit 3 jungen Mädels, die bis letztes Jahr noch im Juniorenbereich gestartet sind. Das sind Pauline Jacquin, Bronzemedaillengewinnerin im Sprint und in der Staffel bei den Juniorenweltmeisterschaften, meine Schwester Annelise Bailly und Célia Bourgeois, beide auch Bronzemedaillengewinnerinnen mit der Staffel.

Sylvie Becaert, Julie Carraz, Florence Baverel und Delphine Perretto hatten im letzten Jahr einige gesundheitliche Probleme, aber mittlerweile haben sie wieder eine gute Form. Christelle Gros und ich sind auch in guter Form.

Ich komme eigentlich mit allen Mädels im Team gut klar. Es ist ein angenehmes Team, wir arbeiten gut zusammen und die Atmosphäre ist gut. Ich habe zwei richtige Freundinnen im Team: Christelle Gros und meine Schwester Annelise, das sind sehr nette Menschen, denen copyright: Baillyich vertraue.

Ist es ein Vorteil für Dich Deinen Freund Ferreol Cannard im Team zu haben?

Meine Beziehung zu Ferreol ist beendet, deshalb habe ich jetzt keinen Freund mehr im Team Aber Rückblicken kann ich sagen, einerseits war es ein Vorteil den eigenen Freund im Team zu haben, weil vieles einfacher ist, man hat dieselbe Leidenschaft, kann zusammen trainieren und reisen. Andererseits kann es auch ein Nachteil sein, wenn man immer und überall zusammen ist. Da muss man dann die richtige Balance zwischen Athlet und Privatperson finden, um glücklich zu sein.

Wie sehr beeinträchtigen Dich schlechte Rennen und wie motivierst Du Dich nach solchen Rennen wieder?

Direkt nach einem schlechten Rennen bin ich ziemlich enttäuscht und ärger mich über mich selbst. Das ist meine erste Reaktion, dann möchte ich am liebsten für 10 Minuten ganz allein sein. Dann fange ich an darüber nachzudenken, was ich bis zum nächsten Rennen verbessern muss und dann geht es bergauf. Ich bin eine optimistische Frau und deshalb kommt meine Freude dann auch schnell wieder und ein schlechtes Rennen ist abgehakt.

Hast Du in bestimmtes Ritual, welches Du vor jedem Rennen vollführst?

Nein, ein bestimmtes Ritual habe ich nicht. Ich mache nur das normale Aufwärmtraining, Ski testen, Einschiessen und Warmlaufen.

Ein Tag zu Deiner freien Verfügung, ohne Training und Verpflichtungen, wie würde der aussehen?

Erstmal ohne Wecker aufwachen, dann würde ich in die Stadt fahren, entweder nach Annency oder Chambery, und die Vorteile der Kleinstadtatmosphäre genießen, eine Shopping-Tour machen und anschließend ins Kino gehen.

In Deutschland gibt es ja seit einigen Jahren einen richtigen Biathlon- Hype und die Sportart boomt immer weiter. Wie ist die Situation in Frankreich? Wie populär seid Ihr in Eurem Land?

In Frankreich wird es auch immer besser. Viele Menschen, die die Möglichkeit haben auf Eurosport Biathlon zu schauen, die mögen diesen Sport auch und werden Fans. Das einzige Problem ist, dass das französische Fernsehen nicht über Biathlon berichtet, außer bei Olympischen Spielen und ganz selten nach größeren Events.

Raphael zum Beispiel ist mittlerweile schon sehr bekannt und populär, er bietet den Franzosen eine nette Story: Ein Franzose verheiratet mit einer norwegischen Athletin, beide Champions, und mit einem süßen Baby noch dazu.

Mein Bekanntschaftsgrad steigt mittlerweile auch etwas, vor allem in meiner Region, dem Department L’Ain.

Würdest Du sagen, dass Du in Deutschland vielleicht bekannter und bist und Deine Leistungen mehr respektiert werden, als in Deinem eigenen Land?

Ja, das würde ich sagen. Wenn man mal die Anzahl der Menschen nimmt, die mich in Frankreich kennen und sie mit der Anzahl der deutschen Fans vergleicht, würde ich sagen, in Deutschland bin ich wesentlich bekannter. Biathlon ist in Deutschland ein beliebter Sport, vielleicht wie Fußball in Frankreich. Es ist richtig verrückt für uns und in Deutschland zu laufen macht riesigen Spaß, genauso wie die deutschen Fans zu treffen. Also, vielen Dank an Euch alle!!!

Wenn Du könntest, welche Regel würdest Du im Biathlonsport verändern?

Ich würde eine Mixed- Staffel einführen, das wäre sicher sehr lustig!

Zum Abschluss noch ein paar Begriffe. Was fällt Dir ganz spontan dazu ein?

► Angst: Spinnen, Tod, Krankheiten

► Doping: Eine Schande für den Sport, Betrug

► Sandrine: das bin ich, eine Frau, die den Sport liebt

► Liebe: Ein Geschenk des Lebens

►Träume: Olympische Spiele

► Konkurrenz/ Wettkampf: Ein Spiel

► Freundschaft: Auch ein Geschenk des Lebens