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Olympia Salt Lake City 2002

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Also treffen wir uns in Zukunft mit Uschi in der Hotellaunge, auch kein Problem!

Gegen 1 Uhr nachts haben wir dann noch schnell ins Internet geschaut, schliesslich wollten wir ja mal wissen, was sich auf unserer HP so getan hat und waren erfreut über die vielen Beiträge im Forum! Macht weiter so!!!!

Um halb drei waren wir dann am Campingplatz, wo es kräftig geschneit hat, und ein toller, erlebnisreicher Tag, den wir sicherlich nicht vergessen werden, ging zuende.

Am Tag nach dem Sprint war erstmal ausschlafen angesagt. Anschliessend überlegten wir uns, Uschi eine Torte für ihren zweiten Platz zu besorgen. Im Einkaufszentrum suchten wir eine Schöne aus und liessen sie noch extra beschriften: Silber Medaille 7,5 km Sprint Für Uschi!

Im Einkaufszentrum waren sie total verrückt und wollten unbedingt ein Foto von uns, denn schliesslich kamen wir aus Deutschland und kannten die Silbermedaillen- Gewinnerin!

Den Nachmittag verbrachten wir geruhsam auf dem Campground und versuchten Jörg zu pflegen, der über einen geschwollenen Ellenbogen klagte. Gegen Abend fuhren wir ins Hotel, um Uschi die Torte zu überreichen. Uschi saß gerade im Computerzimmer, wie uns ein Bekannter sagte. Also gingen Ann und Dani auf die Suche und fanden Uschi vor einem der PCs. Zusammen haben wir dann noch auf unsere HP geschaut, das Forum durchgelesen und Uschi hat reingeschrieben. Dann gingen wir vor zu den anderen und übergaben Uschi die Torte, über die sie sich sehr gefreut hat. Da sie noch zu den Trainern musste fragte Uschi dort an, ob wir alle noch auf ein Stück Kuchen mitkommen könnten, aber das ging leider nicht. Also unterhielten wir uns noch ein bisschen und verschoben das Kaffeetrinken kurzerhand auf den nächsten Nachmittag. In der Zwischenzeit ging Jörg zum Mannschaftsarzt Bernd Wohlfahrt und liess sich verarzten: Diagnose: wahrscheinlich Schleimbeutelentzündung. Wir fanden es jedenfalls wahnsinnig nett, dass sich der Mannschaftsarzt so nett um Jörg gekümmert hat.

Auch am 15.2. konnten wir ausschlafen. Danach dachten wir uns, es wäre mal an der Zeit zu duschen, denn unser Wasserproblem im Womo war, ist und wird immer noch nicht gelöst. Dani hatte die Idee auf dem Campground in Heber nach Duschen zu suchen, also fuhren wir hin und nach kurzer Suche fanden wir unser „Luxusbad“. Frisch und gut duftend gingen wir unser Mittagessen besorgen, was Ann dann zubereitete und wir genüsslich zu uns nahmen. Zur Abwechslung spielten wir ein paar Runden Rommée und gegen halb fünf fuhren wir zu Kaffee und Torte ins Hotel. Es war ein schöner Nachmittag bei dem Uschi aus dem Nähkästchen plauderte!!! Jörg musste noch zur Untersuchung zum Doc und gegen halb sieben verliessen wir Homestead und erkundeten noch ein wenig die Geschäfte und Gift Stores in Heber City.

Angekommen am Womo spielten wir den ganzen Abend Rommée, wobei Dani ständig die Arschkarte zog bzw. ausgeteilt bekam!!!

Früh ins Bett gehen war angesagt, weil der nächste Wettkampftag anstand und die Verfolgung der Männer schon um 9 Uhr anfing. Gute Nacht von Sepp.

Endlich wieder Wettkampftag. Der Wecker klingelte um halb sechs, aber vor sechs schaffte es nur Jörg aus dem Bett zu kommen. Nach dem Frühstück sind wir gegen viertel nach sieben losgefahren. Trotz der frühen Uhrzeit war auf dem Shuttle- Parkplatz schon viel los und es dauerte eine ganze Weile bis wir durch den Sicherheitscheck waren. Im Stadion angekommen war es schon Routine die Plakate aufzubauen. Im Schlafsack eingehüllt warteten wir auf den Start der Männer. Ole Einar trumpfte vom Start weg auf und schaffte seine dritte Goldmedaille. Endlich kam auch Raphaél Poirée zu einer Medaille, er gewann Silber vor Ricco, der mal nicht Vierter wurde!

Die Zeitspanne bis zum Damenrennen war relativ lang, also gingen wir in die Sonne und schauten den Mädels beim Einlaufen zu.

Nachdem wir uns mal wieder einen Sonnenbrand geholt hatten, gingen wir zurück auf die Tribüne und schauten uns den Rest des Anschiessens an.

Die Minuten verstrichen bis zum Start. Kati ging mit 16 Sekunden Vorsprung auf Uschi auf die Strecke. Beide waren nicht gerade treffsicher, Uschi musste zweimal in die Runde und Kati dreimal. Die nächsten Verfolger waren Magda und Liv, die besser schossen und in Führung gingen. Auch beim 2. Schiessen musste Uschi wieder zweimal in die Runde, aber wir gaben die Hoffnung nicht auf, schon gar nicht nach dem 3. Schiessen (0!!!! Und das Stehend!!!), wo Uschi von 9 auf 4 vorlief. Jetzt war die Chance da, Magda, Liv und I. Nikoultchina, die in Führung lagen, blieben nicht fehlerfrei, Uschi kam an den Stand und wir bangten um jeden Schuss. Aber leider konnte sie die Chance nicht nutzen, denn Uschi schien mal wieder die berüchtigte Nähmaschine zu haben, es gingen 3 Schüsse ins Weisse. Damit katapultierte sie sich leider aus den vorderen Rängen. Kati konnte durch ein fehlerfreies Schiessen aufholen und war 1. nach dem letzten Schiessen. Olga Pyleva überholte und lief auf den Goldrang vor, Kati wurde zweite. Dritte wurde Irina Nikoultchina. Uschi holte noch mal mächtig auf und wurde 9.

Wir freuten uns wahnsinnig über den Sieg von Olga Pyleva, tolle Leistung!!!

Fast erfroren gingen wir aus dem Stadion und machten uns auf den Heimweg. Auf dem Shuttle- Parkplatz mussten wir allerdings eine geschlagene Stunde stehen, es ging gar nichts voran und wir hatten das Gefühl mal wieder in der längsten und lahmsten Schlange zu stehen. Nach reichlich Hupkonzerten schafften wir es dann doch noch irgendwann und fuhren erst mal nach Heber einkaufen und ein kleines Trostpflaster für Uschi besorgen. Auf dem Rückweg brachten wir das Geschenk schnell bei Uschi vorbei und machten uns einen gemütlichen Abend im Womo.

Am Tag vor der Staffel der Damen haben wir eine kleine Shopping- und Sightseeing Tour durch Park City und Salt Lake gemacht und waren schon gespannt auf unsere vier Mädels in der Staffel.

Die übliche Prozedur am Montag morgen, Sicherheitscheck, Plakate aufbauen, Sitzplatz suchen. Danach suchten Ann und Dani nach unserem kleinen Fanclubplakat, welches beim Verfolgungsrennen auf einmal spurlos verschwunden war. Leider musste sich letztendlich rausstellen, dass das Plakat nicht mehr aufzufinden war und somit wohl gestohlen wurde. Klasse! Wirklich hervorragend, es war gerade mal ein halbes Jahr alt und von den Fanclubmitgliedern selbst „gesponsort“, was die Sache sehr, sehr ärgerlich macht.

Naja, nichts zu ändern. Die Staffel ging los, das erste Mal bei Olympischen Spielen, wo Uschi nicht an Position 1 gelaufen ist. Ihre neue Lieblingsposition ist wohl nun die Zweite. Sie tauschte ihren Platz mit Katrin, die also diesmal für Deutschland die Staffel anlief. Bis zum Stehendschiessen waren wir ganz vorn dabei, Katrin lief prima, aber dann liess sie leider eine Scheibe stehen und musste in die Strafrunde. Auf Position 12 verließ sie den Stand und übergab als ... an Uschi. Die schaltete sofort ihren Turbo ein und holte gleich einige Positionen auf, am Schiessstand brauchte Uschi insgesamt ... Nachlader und kam „clean“, wie die Amis sagen, aus den Schiessen und das Beste: Sie schaffte es an die Spitze und übergab als erste an Andrea. Ein furioses Renen von Uschi. Andrea setzte die super Leistung mit ihren tollen Schiesseinlagen fort und übergab ebenfalls als erste an Kati. Diese brauchte auch ein paar Nachlader am Schiessstand, wodurch der Vorsprung auf Norwegen, die mit Liv Grete an letzter Stelle liefen, etwas schmolz, aber Kati gab noch mal alles auf der letzten Runde und brachte die Staffel heim. Gold für unsere Mädels, ein toller Abschluß der Damenrennen. Die Mädels freuen sich überschwänglich und wir mit, stehen in der ersten Reihe bei der Blumenzeremonie und Uschi winkt uns die ganze Zeit zu. Norwegen wird Zweiter und die Russinnen Dritte.

Nach dem Rennen sehen wir zu, dass wir schnell aus dem Stadion kommen, denn wir mussten möglichst schnell ins Hotel, um von Uschi die Karten für den Medals Plaza abzuholen. Das taten wir dann auch und machten uns nach einer kleiner Erfrischungspause im Womo auf den Weg nach Salt Lake. Dort angekommen, sahen wir uns, nach dem Sicherheitscheck natürlich, noch ein wenig auf dem Olympic Plaza um, gingen bei AT &T kurz ins Internet und suchten dann unsere Plätze auf dem Medals Plaza. Wieder ganz vor, zwar etwas seitlicher als bei der Sprint- Siegerehrung, aber auch hier war man relativ nah dran. Bevor unsere Mädels geehrt wurden, waren erst noch die 1000m Eisschnellläuferinnen an der Reihe, wo die Erfurterin Sabine Völker auf den Silberrang lief. Dann kamen unsere Bobfahrer, Langen hatte ja gewonnen, und unsere Skispringer, Hanni und Co. Schafften den Sieg ja ganz knapp vor Finnland. Dementsprechend schauten die Finnen auch aus der Wäsche!!!

Und dann endlich unsere Mädels: Bronze Medal for Team Russia, Silver Medal for Team Norway and GOLD MEDAL for TEAM GERMANY!!!! Wir jubelten unseren Mädels zu und schauten gespannt in ihre Gesichter bei der Nationalhymne. Ein ergreifender Moment mit tollen Mädels.

Danach führte uns der Weg mal wieder ins deutsche Haus, wo wir mittlerweile schon bekannt waren und freundlich begrüßt wurden. Es war mal wieder ein klasse Abend und viele Sportler waren da: Bobteam Langen, einige Alpinen Skifahrer( Regina Häusl, Sybille Brauner,..) und natürlich die Biathleten. Nach dem Standardinterview, übrigens wie immer geführt von Tobias Barnassoi, kamen die Mädels erst mal zu uns und wir konnten ihnen gratulieren. Uschi und Andrea blieben etwas länger bei uns, dann gingen sie erst mal essen und mit vielen „wichtigen“ Offiziellen sprechen. Uschi brachte uns dann zur Ansicht ihre Goldmedaille, die wir natürlich ordentlich bestaunten. Wir saßen dann noch eine ganze Zeit zusammen am Tisch und der Chef von Lufthansa wollte Uschi unbedingt überreden ein Radrennen im Sommer mitzumachen. Aber Uschi war nicht ganz so begeistert davon! Wir waren dann noch mal im Internet und überbrachten Uschi die Glückwünsche aus unserem Forum. Gegen halb drei nachts verliessen wir zusammen mit Uschi, Andrea, einigen Betreuern, Petra Behle und den Ski- Mädels das Deutsche Haus. Um halb fünf waren wir dann im Bett!

Am 19.2. teilte sich unsere Truppe für einen halben Tag. Ann, Jörg und Sepp gingen zum Langlauf, während Nicky, Krümel und Dani erst zum Duschen und dann nach Park City fuhren. Nachmittags holten wir die Langlauf- Besucher ab und fuhren mal wieder zum Einkaufen! Der Abend verlief dann wieder sehr ruhig mit gutem Essen und Rommée spielen, außerdem mussten wir schon mal packen, da wir das Womo am nächsten Tag abgeben mussten.

Der 20.2., letzter Olympischer Biathlonwettkampf, die Staffel der Männer. Zu unserer positiven Überraschung wurde Peter in der Staffel eingesetzt. Leider lief die Staffel für unsere Jungs ja nicht ganz so reibungslos, ein paar Fehlschüsse, aber es reichte ja noch und eine tolle Silbermedaille sprang raus.

Uschi hat sich übrigens Teile des Rennens mit uns angeschaut und nach dem Rennen gab es schon mal eine große „Verabschiedungszeremonie“, da wir nicht wussten, ob wir uns vor unserem Abflug noch mal sehen würden. Es stand zwar noch die Biathlonparty am Abend an, aber wir wussten nicht, ob wir es schaffen dorthin zu fahren.

Nach der Blumenzeremonie machten wir uns schnell aus dem Staub, weil das Womo bis 16 Uhr in SLC abgegeben werden musste. Zu dritt im Van und zu dritt im Womo sind wir dann nach Salt Lake gefahren. Bei Cruise America wollte man uns dann noch neppen, wir hätten einen Abwassertank nicht richtig geleert und müssten 100 Dollar zahlen, wenn die Soße dort auf dem Parkplatz rauslaufen sollte und 50 Dollar, wenn sie es selbst entleeren würden, da die angeblich keinen Abfluß auf dem Platz hatten. Da wir den Tank wirklich ausgeleert hatten, machten wir uns erst keine Sorgen, aber beim öffnen kam doch noch etwas raus, also haben wir ganz schnell zugedreht und Jörg und Dani sind noch mal schnell zu einem abgelegenen Parkplatz gefahren, wo wir die restliche braune Brühe, die sich irgendwo festgesetzt haben muß, entleert haben. Es stellte sich aber raus, dass die auf ihrem Platz doch einen Abfluß hatten, das fand Sepp raus. Kurz gesagt, man wollte uns eben schnell übers Ohr hauen. Aber nicht mit Meier!!!

Also, das Womo war weg und wir sind erst mal „Mittagessen“ gegangen, danach sind wir in das Hauptfundbüro gegangen, um noch mal wegen unserem Plakat nachzufragen, eine kleine Chance bestand ja noch. Aber leider war auch das vergeblich, Plakat blieb verschwunden. Und wir haben ganz stark die Vermutung, dass einer der anwesenden deutschen Fans es „mitgehen“ lassen hat.

Weitergefahren sind wir dann ins Deutsche Haus, wo im laufe des frühen Abend einige Sportler vorbeischauten, auch unsere Jungs und Peter setzte sich ein paar Minuten zu uns an den Tisch. Außerdem saßen wir eine zeit lang mit Heinz Billino, dem Chef des deutschen Skiverbandes zusammen und hörte uns lustige Geschichten aus seiner Kindheit an!!

Den Schorsch Hackl haben wir auch getroffen und Krümel hat ihn einfach angesprochen, ob er mal ein Foto mit uns macht, das tat er dann auch bereitwillig!

Gegen 21 Uhr haben wir uns entschieden doch noch mal nach Heber bzw. Midway zurückzufahren und noch auf der Biathlon- Party vorbeizuschauen.

Dort angekommen erlebten wir tolle Stimmung mit super Musik und fast alles, was in der Biathlonszene Rang und Namen hat, war dort und tobte wild über die Tanzfläche. Uschi tanzte sogar mal auf dem Tisch!! Und auch Herr Pichler rockte ordentlich ab, mit Cowboyhut und Sonnenbrille! Krümel und Jörg tanzten, bzw. pogten auch mal mit, Sepp unterhielt sich mit den Italienern, Dani mit Liv Grete und wir alle zeitweilig mit Uschi und Andrea. Gegen 2 hörte dann auf einmal die Band auf zu spielen, das Bier war schon lange alle, man fing an aufzuräumen und die Party- Besucher machten sich auf den Heimweg. Ein etwas abruptes Partyende, wohl den strengen Regeln im Mormonenstadt zu verdanken, die zwar für die Spiele schon gelockert wurden, aber 2 Uhr schien absolute Schmerzgrenze gewesen zu sein. Beim Jackenholen trafen wir noch den Doc und Mark Kirchner, die auch etwas überrascht über das schnelle Ende waren und sich Gedanken darüber machen, einen Partyausschuß zu gründen! :o)

Mit unserem Van sind wir dann bis Park City gefahren, wo wir uns ein paar Minuten auf den Parkplatz stellten, wir wollten eigentlich schlafen, aber einer von uns hat dermassen geschnarcht, so dass unsere „Fahrerin“ Nicky nicht schlafen konnte. Also fuhr sie weiter nach SLC, dort stellten wir uns auf einen Firmenparkplatz und schliefen dann doch noch ein paar Stunden. Morgens machten wir noch den Van sauber und haben ihn dann am Flughafen abgegeben. Nach ein paar letzten Einkäufen im Duty Free Shop warteten wir mit etwas Wehmut auf den Heimflug am 11 Uhr, den wir fast alle die meiste Zeit verschliefen. Trotz des Schlafens im Flieger, noch total kaputt landeten wir um kurz vor Neun am Freitag morgen wieder in Frankfurt.

So schnell können zwei Wochen vorüber gehen...!