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Mit einer kleinen Truppe werden wir diese Winterspiele live und vor Ort erleben! Wir vier vom UDFC (Ann, Dani, Krümel und Nicky) werden zusammen mit Jörg vom AHFC und Uschi‘s Vater den Weg in die USA antreten. Wir werden vom 7. Bis 21. Februar vor Ort sein und bei allen olympischen Biathlonwettkämpfen dabei sein. Damit geht sicherlich für einige von uns ein Traum in Erfüllung. Wir sind außerdem sehr stolz, daß wir mit dem UDFC und AHFC zwei Biathlon Fanclubs bei den Olympischen Spielen vertreten werden. Als Unterkunft haben wir uns ein Wohnmobil gemietet, dies war die preiswerteste Unterkunftsvariante. Wohlgleich nicht besonders komfortabel aber bestimmt auch ganz witzig. So ein Camperleben ist immer was Besonderes! Wir campen auf einem Campingplatz direkt neben dem Biathlonstadion, im Deer Creek National Park.
Neben den Wettkämpfen werden wir auch sicher Gelegenheit haben, uns die ein oder andere Sehenswürdigkeit anzuschauen, denn schliesslich kommt man ja nicht alle Tage dort hin! Wir sind wahnsinnig gespannt auf die Eindrücke und Erlebnisse dieser Olympischen Spiele und hoffen vor allem auch, daß diese Spiele friedlich verlaufen werden.
Nach monatelanger, intensiver Vorbereitungszeit und diversen Trainingslagern klingelte endlich am Donnerstag morgen, den 7.2.02, um 4 Uhr der Wecker. So wie viele Wege nach Rom führen, führten viele Wege nach Frankfurt zum Flughafen, wo sich Jörg, Sepp und Krümel per Zug und Dani,Nicky und Ann per Auto am frühen Morgen trafen. Das erste Problem ergab sich gleich beim Einchecken, Sepp stand nicht auf der Passagierliste. Aber glücklicherweise konnte die Fluggesellschaft das Problem nach einigem Hin und Her beheben. Nach ausgiebiger Kofferkontrolle konnten wir einchecken. Dann gab es noch eine kleiner Stärkung beim Schotten und wir machten uns durch sämtliche Kontrollen auf in den Checkinbereich unserer Fluggesellschaft. Endlich war es soweit, unser Flug wurde aufgerufen und wir nahmen unsere Plätze ein. Im Flugzeug trafen wir ca. 40 jugendliche Wintersportler aus ganz Deutschland, die das IOC eingeladen hatte. Nach dem Takeoff begannen 10 lange Stunden des Wartens, die nur durch Essen, Filme schauen und Schlafen zu überbrücken waren!
Gegen 15.20 Uhr Ortszeit landeten wir in Cincinnati, dort ging es ganz zügig durch die Immigrationsbehörde und den Zoll, denn wir hatten nur 40 Minuten, um unseren Anschlußflug nach Salt Lake zu erreichen. Das haben wir dann auch ganz knapp geschafft und es warteten noch mal über 3 Stunden Flugzeit auf uns. Langsam wurden wir des Fliegens müde und wir warteten sehnsüchtig darauf, daß wir die Rocky Mountains sahen und SLC nicht mehr weit war.
Endlich betraten wir olympischen Boden. Nicky überlegte sich noch, ob sie es dem Papst gleichtun, und den Boden küssen sollte. Wir warteten auf unser Gepäck, welches wir einigermaßen schnell und vollständig wieder hatten.
Unser erster Weg führte uns zur Mietwagenfirma Alamo, wo wir unseren fahrbaren Untersatz für die nächsten 2 Wochen entgegennahmen. Mit etwas Geschick schafften wir es, unsere vielen Koffer und Taschen im Wagen zu verstauen. Nachdem Nicky von einem netten Sheriff in die Geheimnisse des amerikanischen Autofahrens eingeweiht wurde, schaffte sie ihre ersten Fahrversuche.
Aber jetzt hieß es erstmal eine Unterkunft für die erste Nacht zu finden, da wir ja einen Tag eher als geplant, unsere große Reise antreten mussten. Eine nette Dame in der Flughafeninformation telefonierte dann in der ganzen Stadt rum und letztendlich fand sie ein niedliches, kleines Apartmentmotel, wo wir für eine Nacht Asyl fanden. Schnell waren die Betten ( 2 Betten für 6 Personen :o)) ) verteilt und jeder schlüpfte in seinen Schlafsack oder unter seine Decke, um endlich ein bisschen Schlaf zu erhaschen.
Wir hatten gehofft, durch unser Schlafdefizit während der langen Reise, für einige von uns über 25 Stunden, doch etwas länger schlafen zu können und vom Jetlag verschont zu bleiben, aber leider waren wir fast alle gegen 3 Uhr morgens Ortszeit wieder fit. Da wir nichts anderes zu tun hatten, schrieben wir doch glatt mal diesen Bericht!!!
Wir sind gespannt, was uns heute, am 2. Tag unserer Reise, erwarten wird und hoffen, daß wir Euch weiterhin darüber auf dem Laufenden halten können.
Der 8.2. : Nachdem morgens alle wieder fit und munter waren, suchten wir uns erstmal etwas zum Frühstücken und was bot sich besser an, als der nur wenige Meter entfernte Burger King!!! Richtig gestärkt fuhren wir in die Stadt, um uns dort ein wenig umzusehen. Wir mussten feststellen, daß der halbe Stadtkern gesperrt war, rund um den Medaillenplatz und das Pressezentrum ging gar nichts mehr. So gingen wir im großen Bogen um die Absperrungen und betrachteten die Sehenswürdigkeiten der Mormonen.
Mittags wollten wir uns auf die Suche nach Cruise America machen, um zu fragen, ob wir unser Wohnmobil (Womo) schon einen Tag eher bekommen könnten, denn schliesslich hatten wir ja für die anstehende Nacht noch keine Bleibe! Nach über einer Stunde Suche, mittlerweile kennen wir sämtliche Tankstellen und Wendemöglichkeiten in ganz SLC , hatten wir die Vermietung endlich gefunden. Leider umsonst, denn unser Womo war noch nicht zu haben! Etwas resigniert überlegten wir uns dann, erstmal die Lage in Soldier Hollow bzw. Midway zu testen. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Biathlon!
Angekommen in Midway schafften wir es sogar bis zu den Absperrungen vor Soldier Hollow, wir fragten, ob die Möglichkeit besteht beim Training zuzuschauen, aber leider war das nicht möglich. Nicht so schlimm, es war nämlich mittlerweile schon Nachmittag und die Biathleten sicher nicht mehr im Stadion. Nachdem Dani die Eingebung hatte und sich an den Namen des Hotels der Deutschen erinnerte, machten wir uns den Weg dorthin. Angekommen mußten wir feststellen, daß dort sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen herrschen. Aber als wir den Leuten klarmachten, wen wir suchen, durften wir bis auf den IOC- Parkplatz fahren. An der Rezeption des Hotels fragten wir nach unseren Mädels. Wir trafen dabei auf einen netten Mitarbeiter des SLC- Organisationskommitées, der uns, zusammen mit dem Rezeptionschef, half, die Zimmer der Mädels ausfindig zu machen. Andrea war leider nicht auf ihrem Zimmer, aber Uschi erreichte man und natürlich kam sie sofort zu uns! Nach einer ausführlichen Begrüßung saßen wir zusammen in der Lodge und tauschten erstmal Neuigkeiten aus. Als wir Uschi erzählten, daß wir noch keine Schlafmöglichkeit für die Nacht hatten, setzte sie sich sofort mit Chad Salmela, den Verantwortlichen und Sprecher der Biathlonwettbewerbe, in Verbindung und hatte letztendlich sehr gute Nachricht für uns: Chad stellte uns sein Appartment in SLC zur Verfügung!!! Eine halbe Stunde später kam er mit seinem Bruder ins Hotel und brachte uns den Schlüssel. Wir haben uns natürlich wahnsinnig gefreut und möchten uns an dieser Stelle auch nochmal ganz herzlich bei Chad bedanken, denn das ist absolut nicht selbstverständlich!
Wir saßen noch einige Zeit zusammen, gaben Uschi die mitgenommenen Geschenke einiger FC- Mitglieder und Uschi gab uns Einkaufstipps für Park City und Umgebung.
So gegen 18.30 Uhr verabschiedeten wir uns von Uschi und machten uns wieder auf den Weg zurück nach Salt Lake. Wir suchten das Appartment von Chad, was wir auch fast mühelos fanden. Ann und Dani gingen noch mal kurz in die nahe Downtown, um noch ein bisschen was einzukaufen. Jörg, Sepp und Krümel machten einen kleinen Zug durch die Gemeinde und Nicky hütete das Appartment. Zurück vom Einkaufen fanden Ann und Dani Nicky schlafend auf der Couch vor. Wir schauten uns noch einen Teil der Eröffnungsfeier im TV an, das Feuerwerk war sogar ganz deutlich live im Appartment zu hören, und machten uns dann auf ins Bett. Wir waren so müde, daß wir erneut dachten, gegen das Jetlag gefeit zu sein, aber pünktlich um 3 Uhr lagen wir Ann, Nicky und Dani wieder wach im Bett. Im Gegensatz zum Tag vorher konnten wir aber nochmal einschlafen und so wachten wir fast ausgeruht gegen 7 in Chads Appartment auf.
Der 9.2.: Nachdem wir uns in der Wohnung von Chad ausgeschlafen haben, sind wir zum Frühstücken ins Thüringer Haus gefahren. Dort haben wir uns bei Thüringer Rostbratwurst und Cola gestärkt und uns bei der Gelegenheit gleich mal die aktuellen Fußballbundesliga - Ergebnisse auf der Großbildleinwand angeschaut. Zuerst haben wir uns bewundert, wieso die schon ausgestrahlt wurden, aber eine Erklärung war schnell gefunden- die Zeitverschiebung.
Nachdem wir einige Autogramme loswurden und wir versprechen mussten, unbedingt wieder zu kommen, machten wir uns auf, unser Wohnmobil abzuholen. Nachdem wir wieder einige Zeit warten mussten, konnten wir dann endlich unsere Unterkunft für die nächsten 2 Wochen entgegen nehmen. Nun mußten wir nur noch unseren Campingplatz finden. Nachdem Dani wieder mal ihre Englischkenntnisse beim Ranger zum Besten gegeben hatte, fanden wir auch unseren Stellplatz. Erschreckend mußten wir feststellen, daß dieser mitten in der Einöde lag. Zum Glück stellte uns der Parkranger dann doch einen Stellplatz auf einem etwas bewohnteren Campingplatz zur Verfügung. Darüber waren alle sehr froh, allein schon aus dem Grunde, weil man uns berichtete, daß sich Puma in der Gegend herumtrieben.
Da wir immer noch den Schlüssel von Chad hatten, machten wir uns zum zweiten mal auf, unsere Mädels in Midway zu besuchen. Auch diesmal war es kein Problem Uschi zu treffen, man kannte uns nun ja bereits. Uschi war beim Masseur und hatte deswegen wenig Zeit. Deshalb schauten wir noch bei Andrea und Molly vorbei, wo wir wiedermal versuchten eine Online-Verbindung herzustellen. Leider schaffte wir dieses wieder nicht, so daß wir nochmal morgen den Mannschafttsarzt (der uns bereits geholfen hatte) belästigen müssen.
Andrea und Molly mußten dann auch zum Abendbrot und wir machten uns auf, das von Uschi empfohlene Einkaufszentrum zu suchen. Als wir es endlich fanden, waren wir jedoch sehr enttäuscht, denn Lebensmittel gab es in diesem WalMart nicht!!! Also ging es auf nach Park City bis wir endlich einen Lebensmittelsupermarkt gefunden haben! Mit unseren Nahrungsmitteln ging es dann zurück in den Camper, wo wir bei einer Brotzeit den Abend ausklingen liessen.
Wir konnten eigentlich voll zufrieden sein, wenn da nicht das Problem mit unserem Wasser wäre, aber das ist eine andere Story.....
Der 10.2. ist eigentlich nicht besonders erwähnenswert, denn außer Problemen gibt es nichts Gutes zu berichten von diesem Tag. Morgens wollten wir uns mal wieder duschen und da die Duschen auf dem Campingplatz im Winter nicht auf sind, wollten wir die Womodusche einweihen. Aber Krümel musste feststellen, dass das Wasser dort nicht rauskommen wollte. Also machten wir Ursachenforschung und haben rausbekommen, dass mit unserem Wasseranschluß was nicht stimmt, denn anstatt das Wasser nach drinnen zu pumpen, pumpte unsere Pumpe das Wasser nach außen, wo es kochend heiß in den Schnee floß. Klasse!!! Nach einigem hin und her entschlossen wir uns an einem anderen Womo Hilfe zu holen. Auf dem Weg kam uns eine nette Frau entgegen, der wir kurz das Problem schilderten und die uns daraufhin ihren Mann Joe zur Hilfe schickte. Aber leider konnte auch er das Problem nicht lösen, da er aber ein Handy dabei hatte, rief er für uns die Notfallnummer von Cruise America an. Leider war jedoch Sonntag und so kein Service möglich!!! Also blieb uns nichts anderes übrig, als ohne Wasseranschluß und vor allem ohne Duschen zurechtzukommen.
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