|
Interview vom 14.01.2008
Du hattest im Dezember in Hochfilzen Deinen ersten Einsatz als ARD-Biathlonexpertin. Wie gefällt Dir die Arbeit fürs TV? 
Die Arbeit beim TV gefällt mir sehr gut. Obwohl ich mich bei der Analyse nicht schwer tue, denn was Biathlon betrifft, kenn ich mich - so glaube ich - sehr gut aus, ist es trotzdem etwas Neues. Ein Interview zu führen oder einen längeren Text frei zu sprechen, ist gar nicht so leicht. Also Hut ab vor meinen Moderatoren-Kollegen. Auch die Arbeit hinter den Kulissen ist sehr umfangreich. Bis eine Sendung im TV läuft ist sehr sehr viel Vorbereitung und Koordination nötig. Das würde man sich gar nicht so denken. Alleine ein Beitrag über 2 Minuten erfordert meist ca. 3-4 Stunden Arbeit von mir und dann muss das Ganze noch geschnitten und eventuell mit Musik unterlegt werden. Das dauert auch noch einige Stunden. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass in so einer TV-Crew so viele Leute mitarbeiten. Man denkt immer, naja ein paar Kameras und der Redakteur und noch ein zwei mehr… Aber es sind eine Menge Mitarbeiter mehr, die einen großen Anteil am Erfolg einer Biathlon-Übertragung haben.
Macht’s Dir mehr Spaß solche Beiträge zu drehen, vielleicht auch Interviews zu führen, oder vor und nach dem Rennen am Interview-Pult Deine Expertenmeinung abzugeben?
Mir macht die Arbeit allgemein viel Spaß, aber wie ich schon schrieb, die Expertenmeinung abzugeben ist das Leichteste für mich. Bei den Beiträgen kann man ja „dat janze“ so oft wiederholen, bis es passt. Aber live einen freien Text zu sprechen, das ist noch keine Routine für mich.
Durch den Job bist Du ja sozusagen wieder ganz nah am Geschehen und an Deinen ehemaligen Team-Kollegen: Was bedeutet Dir das?
Für mich ist es einfach schön, wieder ein bisschen im Biathlongeschehen dabei zu sein und mit den Athleten und Betreuern zu ratschen. Für meine Arbeit ist es toll, dass ich mein Wissen etwas weitergeben kann. Ein weiterer positiver Aspekt für mich ist natürlich, dass ich und Hanna dann in Thomas’ Nähe sind und die Kleine ihren Papa den halben Winter täglich sieht.
Also begleitet Hanna Dich überall hin, oder musst Du sie auch mal zu Hause lassen, wenn es weiter weg geht?
Hanna fährt fast zu allen Weltcups mit. Mein Papa ist als Babysitter dabei. Das macht er gern und mit Stolz. Aber nach Korea nehme ich sie natürlich nicht mit, das wäre zuviel Stress. Da bleibt sie mit farmor und farfar (Oma und Opa aus Schweden) in Kössen.
Ihr habt Euch im Sommer ein Häuschen in Schweden gekauft. Wie oft Ihr jetzt in Schweden seid und wo das Haus gelegen ist...
Wir haben jetzt ein Sommerhaus in Mora. Da werden wir in den nächsten Jahren erst mal ab Ende Mai bis ca. August bleiben. Wir wollen halt jedes Jahr so 2 Monate in Schweden verbringen, denn Thomas soll auch seine Freunde um sich haben. Mora liegt in Mittelschweden. Es ist der Zielort des Wasalaufs und liegt am Siljansee, im schönen Dalarna. Das nächste Weihnachtsfest werden wir auch in Mora verbringen.
Hanna feiert ja bald ihren ersten Geburtstag. Erzähl mal, wie geht’s der Kleinen? Sie hält ihre Eltern bestimmt ordentlich auf Trapp, oder?
Hanna hat morgen Geburtstag und sie krabbelt fleißig durch die Gegend. Sie läuft auch an einem Lauflernwagen. Das gefällt ihr gut und sie kann’s auch schon gut. Aber frei laufen, das dauert noch. Mit krabbeln geht’s noch schneller im Moment. Aber für uns ist das gut. Denn sie hält uns schon auf trapp. Aber sie ist ein sehr fröhliches und liebes Mädchen.
Herzlichen Danks fürs Interview, Uschi und viel Spaß in Antholz, wo wir Dich ja wieder als Expertin sehen können und als Teilnehmerin des Promi-Biathlons.
|