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FC-Treffen /DM und Abschiedsrennen 2007

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Biathlonlegenden, Gipfelstürmer und Abschied auf “bayerisch”

von Dani

Biathlon, Biathlon, mein Herz schlägt nur für Biathlon….Kennt Ihr diesen „Gassenhauer“? Wie würden einige Fanclubmitglieder da so treffend sagen: Wer dieses Lied erfunden hat, der gehört geschlagen, und zwar kräftig!! Nun gut, rein vom Text her, drückt es aus, was wir alle denken, deshalb bekommt es auch die Ehre, den Anfang meines Berichtes über das DM Wochenende in Ruhpolding zu zieren.

Da war es also wieder soweit am 21. September, endlich stand ein Biathlon-Wochenende vor der Tür. Und dafür nimmt man ne Menge auf sich!! Wisst Ihr noch aus dem letzten Jahr wie weit es eigentlich aus dem Ruhrpott nach Oberbayern bzw. kurz hinter die österreichische Grenze ist?? Ganz zu schweigen von der Tatsache, wie weit es von der Nordsee bis ans andere Ende Deutschlands ist!! Von da kam nämlich Karina Freitagmorgen zu mir nach Dortmund angereist.

Von mir aus gings dann weiter nach Lalo, zum Holzhaus am Wendehammer, die Steffi abholen. Bis dahin lief es optimal, wir waren eine halbe Stunde unter Zeitplan. Aber dann: der Freitagsverkehr machte sich schon mittags bemerkbar und wir waren uns sofort einig, dass wir Karlsruhe und Stuttgart weiträumig umfahren müssten, um nicht inmitten des Stauwirrwarrs zu landen. Irgendwann kamen wir dann endlich auf der A8 bei Ulm raus, nur hatte sich der Stau dann mittlerweile auch Richtung München verlagert, von München direkt wollen wir mal gar nicht erst sprechen. Wie gut, dass der gute „Der Club“ Autoatlas mit an Bord war, da kann man sich tolle Umleitungsstrecken aussuchen! Wir entschieden uns spontan dafür gen Allgäu zu fahren, vorbei am Legoland und dem Allgäu Skypark Richtung Mindelheim. Dort versuchten wir uns erneut München zu nähern, kurz vor Starnberg gaben wir aber wieder auf und umkurvten München kurzentschlossen untenrum. Jetzt kann ich wenigstens sagen, dass ich schon mal in Starnberg war! Über Dietramszell gings dann endlich am Hofholdinger Forst wieder zurück auf die A8. Mit ca. 3 stündiger Verspätung und 200km Umweg kamen wir gegen 20 Uhr in Kössen an- und waren natürlich die Letzten…

Da aber auch die anderen eine mehr oder weniger „schwierige“ Anfahrt hatten, waren wir alle ziemlich k.o. Deshalb gab es nur noch einen kleinen Wiedersehensumtrunk und wir teilten uns recht fix in unsere beiden FeWos auf. Ich hatte mich bei July, Nancy und Flo einquartiert. Flo war auch mein direkter Bettnachbar und hat sich ganz schön breit gemacht, der kleine Querschläfer ;-)

Früh gings raus am nächsten Morgen, Frühstück um 8 Uhr in der FeWo von Steffi, Petra und Karina. Steffi hatte sich wieder als Brötchenservice gemeldet und so hatten wir ein sehr komfortables Frühstück. Kurz vor Neun sind wir dann rüber nach Ruhpo gefahren. Auf dem DM- Tagesprogramm standen die Staffeln. Vor dem Stadion trafen wir auf Krümel und Daniela und waren somit komplett. Nancy gab unsere FC-ermäßigten Karten aus und es ging los mit Biathlon-Luft schnuppern.

Die Sonne strahlte, das Stadion war noch recht leer und wir bezogen einen Tribünenplatz. Dort machten wir es uns erst mal mit nem Limo-Bier und Keksen gemütlich ;-) Bah, Bier am frühen Morgen, soweit isses schon geraten mit uns ;-) Aber allen hat es geschmeckt!

Während der Staffelrennen smste ich erst mal mit Uschi, um mich nach ihrer Befindlichkeit zu erkundigen. Sie schrieb mir nämlich bereits Donnerstag, dass sie mit ner fetten Erkältung flach liegt und somit auch unser geplantes Samstagnachmittagprogramm nicht mitmachen könne. Nun wollte ich doch wissen, ob es ihr besser geht und wenigstens unser Fc-Abend steht. Fit war sie immer noch nicht, aber zum Abendessen wollte sie kommen. Das rechnen wir ihr auch hoch an.

Die Staffeln liefen ein wenig an uns vorbei, denn wir hatten auch so ne Menge Spaß im Stadion und nebenbei mussten wir auch noch mit July auf Kati-Jagd gehen, was wir dann nach ca. 2 Stunden aufgeben und auf den nächsten Tag verschoben. Wir sahen jedenfalls Thüringen I mit Juliane Döll, Jenny Adler und Sabrina Buchholz gewinnen sowie bei den Männern überraschenderweise die 2. Bayernstaffel.

Nach den Rennen machten wir uns auf zum Rauschberg. Wir erschraken uns erst mal über die deftigen Preise der Bergbahn, aber bis auf Daniela entschieden wir uns dann doch alle für die Gondelfahrt hinauf. Daniela vertrieb sich währenddessen die Zeit in Ruhpo und organisierte für jeden von uns die schönen „Servus Ricco und Uschi“- Plakate. Vielen Dank noch mal dafür!

Wir anderen wackelten mit der Gondel zur Gipfelstation und bewunderten, oben angekommen, erst mal die wunderschöne Aussicht über die Voralpen, Ruhpolding und Umgebung bis hin zum Chiemsee. Bei diesem super Wetter war die Sicht natürlich einwandfrei. Wir liefen ein wenig den Bergpfad hinauf bis zur nächsten Berghütte und machten dort erst mal anständig „Brotzeit“.

Bis auf die Tatsache, dass wir in der prallen Sonne saßen und annähernd verglühten, Nancy ständig damit beschäftigt war Flo „Ruhigzustellen“ und sich zwei hartnäckige Krähen unsere Reste klauen wollten, war es ein sehr schöner Aufenthalt an der Hütte. Frisch gestärkt wollten wir danach noch die sage und schreibe ca. 200m zum Gipfelkreuz in Angriff nehmen ;-) Auf dem Weg dahin sahen wir noch ein paar mutigen Segelfliegern zu, wie sie sich Hals über Kopf von ihrer Startrampe in die Luft stürzten. Am Gipfelkreuz gabs dann natürlich noch ein offizielles Gruppenfoto, damit auch alle glauben, dass wir da waren! Und langsam „stiegen“ wir wieder zur Gondel nach unten ab.

Heile wieder auf Ruhpoldinger Boden angekommen, sammelten wir Daniela wieder ein und fuhren im Autokorso nach Kössen. Zwei Stunden Zeit hatten wir dann noch bis zum FC-Abendessen in der Pizzeria Trattoria al Postiglione, wo wir auch letztes Jahr schon unser FC-Treffen hatten. Diese Zeit verbrachte jeder für sich mit Frischmachen, schlafen oder Bundesliga schauen! Dieses Mal hatte ich die FeWos strategisch sehr günstig ausgesucht: Wir mussten quasi nur aus dem Haus rausfallen und über die Straße, dann standen wir schon in der Pizzeria. Die Wirtsleute hatten unseren Tisch unverkennbar geschmückt: Aus farbigen Perlen hatten sie das Wort „Uschi“ auf dem Tisch gestaltet. Wie im Jahr zuvor wurden wir auch wieder sehr freundlich bedient. Uschi traf mit ihren üblichen Verspätungsminuten auch ein und wir freuten uns alle sehr darüber, sie mal wieder zu sehen. Bevor wir Essen bestellten wurden da natürlich erst mal alle Neuigkeiten ausgetauscht und Uschi erzählte ne Menge von Hanna. Nach dem Essen haben wir dann „Geschenkübergabe“ gemacht. Uschi bekam doch noch ein FC-Geschenk von uns zu Hanna’s Geburt. Ich hatte sie im Vorfeld lieber gefragt, was sie noch brauchen kann für Hanna und somit wussten wir, dass wir zumindest nicht komplett falsch lagen mit unseren Geschenken ;-) Es gab eine Trinkflasche mit Haltegriffen, einen Winterpulli, ein Halstuch und einen Schutzengel. Ich glaub, Uschi hat sich auch wirklich drüber gefreut. Nancy und ich hatten dieselbe Idee: wir beide hatten Hanna eine Mütze gekauft, denn Wintermützen konnte sie auch noch gebrauchen, deshalb war es auch gar nicht schlimm, dass es dann gleich zwei davon gab. Karina rundete die Geschenkrunde dann noch mit ner original norddeutschen Babytracht ab.

Da Uschi ja immer noch ziemlich erkältet war und sich sehr darüber ärgerte, deshalb bei ihrem Abschiedrennen am Sonntag nicht selbst laufen zu können, aber zumindest noch ein bisschen fitter werden musste, verabschiedete sie sich gegen 21.30 Uhr. Wir machten es uns noch ein wenig gemütlich, tranken noch was und nahmen selbstverständlich die Einladung der Wirtin an, uns noch einen kleinen Absacker zu spendieren. Gegen halb elf ging es dann für uns auch zurück in die FeWos.

Wir waren alle total kaputt vom frühen Aufstehen, dem ganzen Rumgerenne und der prallen Sonne den ganzen Tag. Deshalb musste unser eigentlich bei jeder FC-Fahrt fröhlicher, langer Abend diesmal ausfallen und wir verkrochen uns alle schnell in unsere Betten. Nur Klein-Flo wollte mal wieder nicht wirklich schlafen und ich wusste bis zu diesem WE noch gar nicht, wie schwierig es ist, sich ewig lang schlafen zu stellen, damit er sich mal bequemt ans Schlafen zu denken…Als es dann fast soweit war, schepperte mein Handy- und die Ruhe war erst mal wieder hi! Kann ich auch ahnen, dass mir so spät noch jemand schreibt ;-) Naja, nach kurzem Handyaustausch mit meiner besten Freundin kehrte dann doch recht schnell wieder Ruhe ein und wir schliefen tief und fest bis zum Weckerklingeln um 6.45 Uhr. Noch früher mussten wir Sonntag raus, schließlich mussten wir ja alle noch zusammenpacken und ganz wichtig, wir wollten unbedingt einen der begehrten Parkplätze direkt am Stadion ergattern. Das schafften wir auch- und so zogen wir schon recht früh, aber mit Abschiedsplakat und Abschieds-Shirts bewaffnet ins Stadion ein. Vor den Abschiedsfeierlichkeiten fanden noch die Massenstarts statt. Zum Damenrennen postierten July, Petra und ich uns ein wenig an der Strecke und zwischen den Rennen ging die Kati-Jagd wieder los- July wollte doch ihr Geschenk abgeben! Und diesmal waren wir sehr erfolgreich. Nachdem sie zahlreiche Autogramme der Fans drumherum schrieb, plauderte Kati ein wenig mit uns, July konnte ihr Geschenk loswerden und wir machten auch noch ein paar Fotos. Uschi war mittlerweile auch schon im Stadion, natürlich in Begleitung ihrer Familie. Wir waren total gespannt auf Klein-Hanna. Man, die hat sich vielleicht verändert, seit ich sie in Oslo oder auf Fotos gesehen habe. Sie ist wirklich ein ganz süßes, pausbäckiges Baby! Zu meiner großen Freude traf ich auch Inga Kesper, eine ehemalige Biathletin, die ich damals auch durch Antje kennengelernt habe. Wir unterhielten uns ne Weile und machten erst mal ein „Revival-Bild“- das erste Bild mit Inga habe ich 1993 gemacht- jetzt also 14 Jahre danach :-)

Ich hatte vor der DM mit nem netten Menschen von der Stadionregie gesprochen und gefragt, ob sie unsere kurze Videopräsentation zum Abschiedsrennen spielen würden. In Oslo damals, zu Uschi’s letztem Rennen, hatte das ja leider nicht geklappt. Nun sollte es eigentlich besser werden. Schon Samstag hatte ich unsere CD im Regieraum abgegeben und es wurde mir versprochen, dass sie abgespielt wird. Nun ja, das Versprechen haben sie zwar gehalten, aber nicht zum gewünschten Zeitpunkt beim Abschiedrennen, sondern vor dem Massenstartrennen der Männer. Ganz toll! Es war zwar schön, meine Zusammenschnitte auf der Videoleinwand zu sehen, aber die Hauptperson, für die wir es gemacht haben, hat es so natürlich nicht gesehen, die musste nämlich zu dem Zeitpunkt gerade Hanna stillen! Tja, also im Grunde genommen wieder einmal Pech gehabt….!

Kommen wir dann mal zum Abschiedrennen für Uschi und Ricco. Es war ja nun schon mal wirklich schade, dass Uschi selbst nicht laufen konnte- ich weiß nicht, ob die Veranstalter daraufhin den „Rennplan“ umgestellt haben, oder ob das Rennen von Anfang an so geplant war…sollte Letzteres der Fall sein, dann war es echt ne schwache Leistung! Das Rennen lief jedenfalls so ab: Es gab 10 Teams, die aus jeweils 3 Personen bestanden, einem Paten, bei dem ich bis heute nicht weiß, welche Funktion er überhaupt für die Staffel hatte (ich persönlich glaub ja, dass sie einfach ein paar gaanz wichtige Leute dabei haben wollten, die eh kein Mensch kennt, aber die halt irgendwie und irgendwo was zu sagen haben…)…des weiteren bestand eine jede Staffel aus einem Läufer und einer Legende. Bei den sogenannten Legenden haben sich die Veranstalter auch nicht wirklich Mühe gegeben, wie ich finde! Da haben sie scheinbar die genommen, die eh gerad in der Nähe waren… Kati, Martina Seidl, Peter Sendel, Eberhard Rösch, Herbert Fritzenwenger….Ich hätte ehrlichgesagt erwartet, dass die Veranstalter es zustande bekommen hätten, ein paar mehr direkte Weggefährten von Uschi und Ricco zu organisieren. Wo war zum Beispiel Katrin oder Petra? Naja, man musste es so nehmen, wie es war…Die Läufer eines jeden Teams waren übrigens aktive Biathleten, die scheinbar zufällig nach ihren Massenstarts noch im Stadion waren…in Uschis Team war Daniel Graf, was ich persönlich sehr schön fand Nachdem Uschi und Ricco mit nem alten Feuerwehrauto ins Stadion gerollt kamen und ein kurzes Interview gaben, gings los mit dem Rennen. Ich glaub, das Ganze dauerte gerade mal 10 Minuten- viel länger jedenfalls nicht. Im Schneckentempo rollten die Läufer die kleine Runde entlang und übergaben am Schießstand immer an die Legenden. Zum Schluss liefen alle gemeinschaftlich ins Ziel, auch Uschi schnallte sich dafür noch kurz ihre Skiroller unter. In dem Tempo war nun wirklich keine Gesundheitsgefährdung für Erkältungsgeplagte zu befürchten! Gemeinsam überquerten Ricco und Uschi die Ziellinie als Erste und das wars dann auch schon! Es gab noch ne kleine Ehrung für die beiden und für Ricco wurde noch ein Lied gespielt. Also ich war ja weder in Frankenhain zu Katrins Abschied, noch in Oberhof zu Sven Fischer’s. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass das beides wesentlich besser auf die Beine gestellt wurde, als dieses Abschiedsrennen in Ruhpo. Ich hoffe nur, dass es Uschi selbst wenigstens gefallen hat und es für sie ein schöner persönlicher Abschied war!

Nach dem Rennen dauerte es natürlich etwas, bis wir Uschi dann noch mal zu Gesicht bekamen, aber ohne Abschiedsfoto und Verabschiedung wollten wir natürlich nicht fahren. Dafür nahm sich Uschi dann auch noch mal richtig viel Zeit und so verabschiedeten wir uns alle freudestrahlend von Uschi und untereinander und machten uns gegen 16 Uhr auf die Heimreise.

Insgesamt war es ein tolles Wochenende, wir hatten wie immer ne Menge Spaß, den uns schon gar nicht irgendwelche komischen Menschen verderben konnten, die meinten uns ständig mit ihrem Trötrohr ins Ohr tröten zu müssen. Manche lernen’s nie!!!Man glaubt es kaum!

Ich sage jedenfalls vielen lieben Dank an alle FC-Mitfahrer für das schöne WE und natürlich auch an Uschi für alles :-)