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Fanclubtreffen Kössen/ Ruhpolding 2006

Fanclub >> FC-Treffen

von Step

Wisst Ihr eigentlich, WIE weit das ist von Bonn bis nach Ruhpolding?!

Wahrscheinlich ungefähr so weit, wie von Köln bis nach Ruhpolding, weniger weit als von Dortmund bis nach Ruhpolding, weiter als von Langenlohnsheim bis nach Ruhpolding und wer aus Wilhelmshaven kommt, der kann an dieser Stelle nur müde lächeln. (Die Betonung liegt auf „müde“, doch dazu später mehr........)

Donnerstagabend (24.08. im Jahr des Herrn 2006) gegen 19.32 Uhr klingelte es bei mir Sturm. Dani war da und es hieß: Aufbruch! Mir blieb gerade noch Zeit, meine Fingernagel-haut mit dem entsprechenden Stiftchen zu bearbeiten und so ein paar Tussenpunkte ab zu greifen. Herd aus, Fenster zu und los ging`s. Erstes Etappenziel war Langenlohnseim (LaLo).

Steffi bot uns hier im „Holzhaus am Wendehammer“ Nachtquartier. Was die Dani für die Organisation, Krümel für die Interviews, July für die Videos und ich für Berichte und Kommentare ist Steffi im UDFC für Musik und Technik. Die entsprechende Ausrüstung beeindruckt sowohl durch Masse als auch durch Klasse. In die umfangreiche – sehr umfang-

reiche CD-Sammlung wollten wir nur mal kurz reingucken............

Liebes Tagebuch,

von allen Parties sind die ungeplanten, spontanen meistens die Besten. Hätten wir nicht nach Kössen gemusst, hätten wir sicher die kommenden 3 Tage durchgefeiert – oder doch zumindest die Nacht. Aber irgendein Kabel hatte ein Einsehen und streikte gegen Mitternacht. Eigentlich schade, aber so kamen wir doch noch zu etwas Schlaf – besser is.

Obwohl ich dabei war (Step, es schleift!!), schafften wir die angepeilte Abfahrts-Zeit von 9.30 Uhr locker. Wir hatten auch nix vergessen. Und an die Partystimmung vom Vortag konnten wir ebenfalls mühelos anknüpfen. Im Auto tanzt es sich zwar nicht ganz so gut, aber wir glichen gesangstechnisch voll aus.

Es schüttete eigentlich die ganze Fahrt. Mal mehr, mal weniger. Steffi behauptete über 5 Stunden lang hartnäckig, dass es „da hinten“ hell wird. Und irgendwann wurde es das dann tatsächlich.

Wir kamen prima durch und erreichten unsere Pension in Kössen am Nachmittag. Petra war schon angekommen und hieß uns willkommen. Wir ergänzten unsere Esswaren noch um einiges Frischfutter wie Obst und Yoghurt und genossen die Landschaft. Manche Banausen behaupten, dass man in diesen Gefilden gar keine Landschaft sieht, weil einem die Berge die Sicht versperren. Das sind natürlich böse Flachland-Parolen, denen ich hier auf das Schärfste widersprechen möchte. Wenn da nur nich so viele Kurven......... aber lassen wir das.

Den Preis für die weiteste Anreise musste ich diesmal neidlos an Karina abtreten.

Die war von Wilhelmshaven einmal quer durch Deutschland gefahren und das mit der Bundesbahn, was – wie ich finde – doppelt zählt. Mindestens! Die Bahn machte ihrem namen alle Ehre und so kam es denn, dass Karina mit etwa 2 Stunden Verspätung in Reit im Winkl (der Name ist Programm) strandete. Dani war an diesem Tag schon gute 800 Kilometer gefahren, da kam et auf dat Stücksken nach Reit im Winkl auch nich mehr an.........

Partytechnisch knüpften wir relativ nahtlos an den vergangenen Abend an. Wir hatten Nudelsalat, Knabberzeug, Wein und Cola, 30.000 (in Worten dreißigtausend – oh, wohl!!) Lieder, die FC-Videos, das Biathlonspiel von Petra und jede Menge Spaß. Die Flensburger (Dani erkennt sie alle an ihren Autokennzeichen – ich sach nur SÜW – südliche Weinstrasse)

in der Wohnung über uns hatten wohl nich ganz so viel Spaß, denn wann immer bei uns ein Stift etwas lauter übers Papier zu kratzen drohte, klopften die auf ihren Boden. Haben wir aber ignoriert.........

Der Abmarsch zur Bergwanderung (is schöner, als es klingt!) war auf humane 13.00 festgesetzt worden, was meine Mitbewohnerinnen dazu veranlasste, Punkt 8.00 aufzustehen. Warum, weiß ich auch nicht. Ich habe alles versucht, noch etwas Schlaf abzubekommen. Allerdings musste ausgerechnet an diesem Morgen ein wackerer Kössener seine Holzbalken abstrahlern und das LAUT. Wenn der Typ wenigstens mal mit freiem Oberkörper..... – aber nix! Juli hat dann auch noch ein paar mal angerufen, Dani hat die Haare gewaschen – et war immer was. Und 12.15 war dann Abfahrt. Hab ich auch wieder pünktlich geschafft!

Wir waren alle pünktlich am Treffpunkt. Alle außer unserer Lieblingsbiathletin. Aber das sind wir ja gewöhnt: in der Pampa stehen und warten wo die Uschi bleibt. Wenigstens war es diesmal nicht kalt. Beinahe wären wir ja schon Richtung Mittenwald aufgebrochen und hätten mal geguckt, was Frau Glagow so macht, da kam Uschi doch noch – samt schwedischer Schwägerin und Virus. War aber nich ansteckend der Virus. Is Uschis Hund. Uschis schwedische Schwägerin heißt Theres. Die ist auch nicht ansteckend, sondern sehr nett.

Und dann hieß es aufgepasst und mitgemacht bei der Bergwanderung. Also: für die Flachländer unter uns war es ne Bergwanderung. Für alle anderen war es wahrscheinlich weder Berg noch Wanderung sondern so`n bisken schlendern durchs Grüne. Jedenfalls war es schön – unter welchem Namen auch immer. In so ner kleinen Kneipe auf dem Berg – sorry: auf der Alm – haben wir Rast gemacht. Für alle, die da mal hin wollen: der „gspritzte“ Traubensaft ist lecker, der Pflaumenkuchen prima und das Klo ist um die Ecke, aber um die andere!

Nach dem Abstieg und der für den Flachlandmagen wenig schonenden Rückfahrt (Serpentinen.....) konnte sich noch frisch gemacht werden, bevor es zum Italiener ging.

Damit begann dann der gemütliche Teil des Abends. Jedenfalls größtenteils und für den größten Teil. Manche mussten teilweise Autogramme schreiben – für Justin, für Frau Waldner, für ergebene Ehemänner, für Claudia und für manche ohne Disl.

Andere sahen sich auf den mitgebrachten Videofilmen vorwärts oder rückwärts rodeln, gaben Interviews (Ja, in Bayern isses auch schön.) oder auch Kostproben ihrer Schwedisch-Kenntnisse. (Ging doch schon ganz gut, Uschi!) Es gab Weltcup-Impressionen und eine Menge Szenen, Aussprüche und Ausschnitte aus Uschis Karriere zu bestaunen. Ich weiß nicht, wie es den anderen ging, aber bei mir hatte das was von 2 Seelen in der Brust:

Einerseits war das schon sehr lustig. Andererseits mischte sich auch so ein Tropfen Wehmut dazu, weil man weiß, dass es so nie wieder sein wird. Und wenn man unsere Lieblings-

Biathletin mal so aus den Augenwinkeln beobachtet hat, war vielleicht auch ein Hauch von Nostalgie zu erkennen.

Abreisetag. Schon war es wieder soweit. Petra, Steffi und Krümel bildeten das ein Fahrerteam, Dani, Karina uns ich das andere. Petra war die erst, die wir absetzten, in einem Kaff, an dessen Namen ich mich nicht mal erinnern kann. Irgendjemand hatte vom Auto aus eine Eisanbahnbrücke gesichtet. Diese wage Hoffnung musste Petra genügen. (Dagegen hat in Hamburg-Stapelfeld der Puls der Zeit geschlagen). Aber – und soviel sei verraten: Petra war die Erste, die wieder zu Hause ankam – mit Abstand die Erste, nicht wahr, Karina......)

Die weitere Rückfahrt lässt sich grob in 2 Worten zusammenfassen: Stau und Regen.

Hätten uns Krümel und Bianca nicht mit selbstgebackenem Nusskuchen versorgt, hätte das sicher noch ein schlimmes Ende genommen. Noch nicht mal Steffi – die nach dem Kuchenstop in unser Auto gewechselt hatte – glaubte noch daran, dass es irgendwo da hinten wieder hell wird. Wurde es auch nicht.

Lieber Herr Steins – Papa von Dani:

Wir haben das mit dem Autogas-Tanken wirklich versucht. Ganz ehrlich! Aber einmal hatten die keinen passenden Aufsatz und das andere Mal standen schon 12 Autos inner Schlange und für den Aufsatz hätte man im Shop noch mal anstehen müssen und das alles in der Vollschüttung.

Ach, ja: das mit den Hanuta-Bröseln tut mir Leid.

Wir waren müde, genervt und schlichen über die Autobahn. Es wurde nicht heller, nicht schneller, nicht trockener oder sonst wie besser. Es wurde nur immer später und für Karinas Zug – wir erinnern uns: Karina musste noch von Dortmund nach Wilhelmshaven und das mit der Bahn!! – sah es immer schlechter aus. Als wir Steffi in LaLo ablieferten, waren wir knapp 3 Stunden hinter unserem Zeitplan zurück. Den Haustür-Service hat Dani dann kurzerhand geknickt und mich an einer beliebigen KVB-Strassenbahnhaltestelle ausgesetzt. Passiert mir öfter auf so biathlon-angehauchten Rückfahrten, dass man mich an irgendwelchen Haltestellen des öffentlichen Nah- oder auch nich so nah Verkehrs rauswirft. Naja.

Von Dani bekam ich ca 1 ½ Stunden später die Nachricht, dass sie wieder in Dortmund war.

Karina hat den letzten Zug auch noch erwischt und dürfte unterdessen ebenfalls wieder zu Hause sein – selbst mit der Bahn. Karina, wenn Du das hier liest, gib mal laut!

Fazit:

Es war ein sehr schönes Treffen in Kössen und es war die Strapazen wert!!

Ich denke, ich spreche im Namen von uns allen, wenn ich sage: vielen Dank an Uschi und Dani für die Organisation eines tollen Tages. Natürlich wünschen wir Uschi und Thomas alles Gute für ihre gemeinsame Zukunft und ihr Baby.

Vielen Dank auch an July und Steffi für die tollen Videos und die Vorführung samt technischer Details.

Mein ganz persönlicher Dank geht an Steffi für ihre Gastfreundschaft, Verpflegung und 30.000 Lieder Stimmung und an Dani, die mich durch Stau, Regen und Serpentinen sicher hin und wieder zurück gefahren hat.

DANKÄ!!