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Fanclubtreffen 2005

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Deutsche Meisterschaften in Oberhof- von und mit STEP

Immer, wenn ich ein Biathlon-Stadion auch nur von weitem sehe, falle ich reflektorisch in meinen rheinischen Pinguin-Schritt. Die Kombination aus Schnee, Eis, Unebenheiten und Streusalzmangel – vor allem in Skandinavien – und die Tatsache, dass es im Rheinland nicht sooo viele Trainingsmöglichkeiten für Auf-dem-Eis-Laufen gibt, zwingen mich zu dieser Form der Fortbewegung. Ein Schutzmechanismus, der mir als Kölnerin wahrscheinlich während vergangener Weltcups so manches Mal mein junges, vielversprechendes Leben gerettet hat.

Dieser Schutzmechanismus erwies sich aber für Oberhof im September als völlig überflüssig. Gab nämlich gar keinen Schnee. Auch kein Eis und dementsprechend auch kein Streusalz.

Stattdessen boten sich dem Auge des Betrachters durchtrainierte Menschen in Sommerkleidung dar, die auf Rollskiern über Teerstrassen rollerten. Mit dem Biathlon, was ich so kenne, hatte das eigentlich nur noch gemein, dass besagte Menschen Gewehre auf dem Rücken schleppten und ab und zu das Rollern für eine Schießübung unterbrochen haben.

Ne, gut, et is mal watt Anderes.

Im Merken von Ergebnissen bin ich ganz schlecht. Meistens weiss ich es aber wenigstens ungefähr. Ich seh das auch nich so eng. Schliesslich gibbet für die Erbsenzähler ja Internet. Aber dass mir für den Freitag so GAR KEIN Ergebnis einfallen wollte, noch nicht mal so ungefähr, das hat mich doch beunruhigt. Zuerst. Es gab gar keine Ergebnisse. Weil es kein Rennen gab. War nur Training am Freitag – ehrlich!

Nun waren wir ja nicht ganz so sehr wegen der Deutschen Meisterschaften gekommen, sondern auch und gerade wegen unseres FC-Treffens. Selbiges fand am Freitagabend ab 17.30 Uhr statt. Und zwar im „Haus Vergissmeinnicht“. (Hab ich NICHT vergessen!)

Das große Ereignis warf seine Schatten in Form einer riesigen Leinwand nebst Boxen und sonstigem Zubehör voraus. Unser FC-Mitglied Juliane Fräbel (Juli) hatte im Winter einige Kilometer Film von unseren diversen Weltcup-Fahrten gedreht, die sie uns nun in Ausschnitten präsentieren wollten. (So was is ja immer nur für Leute witzig, die NICHT dabei waren. Alle anderen warten mit angehaltenem Atem auf die nächste Peinlichkeit. Und keiner von uns wartete vergebens..........) Danke, Juli. 

Unsere ebenfalls anwesende Lieblings-Biathletin hat sich prima amüsiert – die hatte ja auch keine peinlichen Auftritte zu beklagen. Dani hatte ebenfalls ein Video mit Impressionen der WM mitgebracht und auf diese Weise Uschi´s tolle Erfolge noch einmal aufleben lassen.

Dann folgte der sogenannte „gemütliche Teil“ des Abends. Jedenfalls für die Meisten von uns. Ob es für Uschi gar so gemütlich wurde, darf leicht angezweifelt werden. Wir hatten sie mit diversen Wünschen nach Autogrammen, Widmungen und Fotos jedenfalls gut beschäftigt. Soll ja schließlich nicht heißen, dass sich der Ehrengast auf der Veranstaltung langweilt, nicht wahr. Und diese Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

Ich möchte mal wissen, wer an solchen Abenden immer auf die Vorspultaste drückt. Die Zeit verging viel zu schnell – zumindest für diejenigen unter uns, die nix schreiben mussten...........

Tags darauf gab´s dann Rennen und Ergebnisse. Und ich weiß auch noch, welche. Zumindest ungefähr. Also: Zuerst waren die Männer dran. Alexander Wolf hat gewonnen. Vor Ricco Gross und Andy Birnbacher. Jawoll! Bei den Damen hat Molly gewonnen. Uschi hat sich bei den 4 Schießübungen 7 Strafrunden geleistet. Da haben wir ja schon so`n bisschen schlechtes Gewissen gehabt. Wahrscheinlich war die viele Schreiberei doch nich ganz so spurlos vorbeigegangen an der rechten Hand unserer Lieblingsbiathletin. Ich persönlich hab ja auf die Schlagzeile gewartet „Disl startet trotz Sehnenscheidenentzündung bei Deutschen Meisterschafen“  Wäre dann unsere Schuld gewesen.

Nach den Rennen sind wir dann ins Eiscafe gegangen, um in gemütlicher Runde auf die Siegerehrung zu warten. Ich will mal so sagen: Es war gut, dass wir dafür fast 3 Stunden eingeplant hatten, sonst wär` das mit der Bestellung wohl nix mehr geworden. (Ich wollte der Bedienung ja Zettel und Bleistift leihen, aber wollte se ja nich......)

Liebes Tagebuch,

Dass das Chinesische Restaurant in Oberhof – UNSER Chinese – jetzt geschlossen ist, das ist wirklich, wirklich schlimm. Dann lieber kein Streusalz in Norwegen, echt. Wir haben ein bisschen geweint und sind dann zum Italiener.

Tags drauf wurden dann die Staffeln gerollert.(Mit den Ergebnissen isses jetz so ne Sache. Die stehen bestimmt hier irgendwo auf der Homepage..........) Was ja unser Interesse weit mehr fesselte, war  DER WECHSEL: Vorausgeschickt sei hierzu, dass es eigentlich nur 2 Staffeln mit echten Titelchancen gab:Thüringen 1 mit Andrea Henkel, Katrin Apel und Kati Wilhelm und Bayern 1 mit Magdalena Neuner, Uschi und Molly. Magdalena hat wirklich ein prima Rennen abgeliefert (muss am Vornamen liegen) und als Dritte an Uschi übergeben. Wie es ihr Art ist, hatte Uschi die Lücke bis zum ersten Schießen bereits geschlossen. So weit, so gut. Die Strafrunde nach dem Stehend-Anschlag nehmen wir ja auch noch auf unsere Kappe (Stichwort: Belastung der rechten Hand durch übermäßige Schreibarbeiten am Freitag). Aber was dann folgte, war ganz bestimmt nicht unsere Schuld: Katrin hatte an Kati übergeben und dicht dahinter kam Uschi und wechselte auf Molly. Zumindest war das so geplant.

Liebe Uschi, beim Biathlon gibt es keinen Staffelstab oder ähnliches. Für einen gelungenen Wechsel musst Du KÖRPERKONTAKT zu Deiner Mannschaftskameradin herstellen. Okay, Molly bietet dazu nich soooo viel Fläche und Uschi´s Treffsicherheit is ja auch so´n Thema für sich....... Um es kurz zu machen: Sie hat Molly beim Wechsel NICHT getroffen – will sagen: berührt. Beide mussten den Wechsel wiederholen. 

Menschen mit besonders gutem Auge behaupten, dass der Vorsprung, den sich Kati dadurch erarbeiten konnte, exakt dem Vorsprung entsprach, den sie dann im Ziel vor Molly hatte. Mich dürft Ihr da nicht fragen. Ich bin ja schon mit der Wiedergabe der Ergebnisse völlig überfordert. Die Beteiligten selbst sahen die ganze Sache von der heiteren Seite. Wir sind ja hier nicht in Turin, nicht wahr?

Liebes Tagebuch,

alles in allem waren es sehr schöne Deutsche Meisterschaften. Aber so ganz ohne eiskalte Füße, Krümels heißen Zitronentee und den Nervenkitzel der Ausrutschgefahr bei Spiegelglätte reicht es an das Wintererlebnis Biathlon doch nicht ran.Und wenn se in dem Stadion 100 mal dieses neue Biathlon-Lied spielen (der das geschrieben hat, der gehört sowieso gehauen) – et is nich das Selbe.

Was ich noch sagen wollte

Vielen Dank an Uschi!!! Du hast Dir viel Zeit für uns genommen und während der DM tolle Leistungen geboten. Wir alle hatten ein klasse Wochenende!

Vielen Dank an den UDFC-Vorstand für die Organisation des Treffens und das tolle Geschenk, das jede/r von uns bekommen hat.

Vielen Dank an Juli und Dani für die schönen Video-Impressionen!

Last but not least: vielen Dank an Steffi, die auch nicht unwesendlich an unserem Geschenk beteiligt war und ein ganz persönlicher Dank von mir dafür, dass Du mich – wieder einmal – mit viel Spass und vorbildlicher Verpflegung bis Oberhof gefahren hast!

So, un jetz is färtich.

(Stephanie Leurs)