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Wissenswertes über Biathlon

Biathlon >> Fakten

Kurz und knapp...die Fakten:

Gewehr: Kleinkaliber, Mindestgewicht: 3,5 kg, höchstzulässige Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses: 380 m/s

Scheibenentfernung: 50 m

Scheibendurchmesser: Liegend: 45 mm

Stehend: 115 mm

Länger der Strafrunde: 150 m

Älteste Biathlondisziplin: 20 km Einzel der Herren

Weitere Disziplinen: Herren: 10 km Sprint, 12,5 km Verfolgung, 15 km Massenstart, 4x 7,5 km Staffel, Teamwettbewerb

Damen: 15 km Einzel, 7,5 km Sprint, 10 km Verfolgung, 12,5 km Massenstart, 4x 7,5 km Staffel, Teamwettbewerb

Erste(r) Weltmeister(in): Adolf Wiklund,SWE Verena Tchernichova

Erste(r) deutsche(r) Weltmeister(in): Dieter Speer/GDR 1971 Petra Schaaf/FRG 1988

Erste(r) Olympiasieger(in): Klas Lestander/SWE Antje Misersky

Erste(r) deutsche(r) Olympiasieger(in): Frank Ullrich/GDR Antje Misersky/GER

Die Wettkämpfe:

Damen

Wettkampfar t

Schießeinlagen

Strafe pro Fehlschuß

15 km Einzel

liegend,stehend, liegend,stehend

1 Strafminute

7,5km Sprint

liegend,stehend

Strafrunde

10km Verfolgung

liegend,liegend, stehend,stehend

Strafrunde

12,5km Massenstart

liegend,liegend, stehend,stehend

Strafrunde

4x6km Staffel

liegend,stehend +3Ersatzpatronen

Strafrunde

Herren

Wettkampfart

Schießeinlagen

Strafe pro Fehlschuß

20 km Einzel

liegend,stehend, liegend,stehend

1 Strafminute

10km Sprint

liegend,stehend

Strafrunde

12,5km Verfolgung

liegend,liegend, stehend,stehend

Strafrunde

15km Massenstart

liegend,liegend, stehend,stehend

Strafrunde

4x7,5km Staffel

liegend,stehend +3Ersatzpatronen

Strafrunde

Wussten Sie, dass...

... sich ein Wettkämpfer beim Verfolgungs- und Massenstartwettkampf an Olympischen Spielen, Weltmeisterschften und Weltcupveranstaltungen sofort aus dem Rennen zurückziehen muß, wenn er überrundet wird?!

... Proteste gegen Regelverstöße durch Wettkämpfer und Offzielle, Fehler durch Funktionäre, gegen Wettkampfbedingungen in einem Zeitraum zw. Wettkampfbeginn und 15 Minuten nach Aushängen der vorläufigen Ergebnisliste eingebracht werden müssen?!

... jeder Veranstalter eines Weltcups verpflichtet ist, für höchstens 7 volle Tage die Kosten für Unterkunft und Verpflegung der besten Biathleten/innen zu übernehmen?!

... die Wettkämpfer ihre Skier oder ihre Gewehr innerhalb der 10m Verbotszone hinter der Ziellinie nicht zum Zwecke der Werbung vorzeigen dürfen?!

... an Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften nur Biathleten/innen teilnehmen dürfen, die innerhalb der vergangenen 4 Jahre eine Wettkampfzeit erreicht haben, die nicht über 20% der Durchschnittszeit der 3 Erstplatzierten liegt, oder die sich in den letzten 4 Jahren bei der Juniorenweltmeisterschaft unter der ersten Hälfte der Teilnehmer platziert haben?!

Und für die Historiker ein kleiner Abriss über die Geschichte des Biathlons:

Diente das Jagen auf Skiern im Altertum als Existenzgrundlage, so war diese Kombination aus Jäger, Waffe und Ski in den Jahrhunderten danach vor allem auch für Kriegszwecke von großer Bedeutung.

In den Gebirgsländern wurden Skiregimente und Jägerbataillone aufgestellt und langesam entwickelte sich der Militärpatrouillenlauf. Damals diente er noch dazu, der Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit einer Truppe zu demonstrieren.

Auf Heeresmeisterschaften und internationalen Wehrsportspielen gehörte der Patrouillenlauf seit den 30 Jahren des letzten Jahrhunderts zum Programm und war schon bei den Olympischen Spielen 1928 Vorführwettbewerb.

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg trat der Sport erstmal wieder in den Hintergrund. Erst als man sich 1949 im Internationalen Olympischen Kommitee neu formierte, wurden verschiedene Modelle des Wintersports diskutiert und die Kombination aus Laufen und Schiessen erhielt den Zuschlag. Hiermit gründet sich der Anfang des rein sportlichen Biathlons.

Nach Anerkennung duch die Union Internationale de Pentathlon Moderne (Moderner Fünfkampf), fanden die ersten Weltmeisterschaften 1958 in Saalfelden/AUT stattt. Erstmals bei den Olympischen Spielen waren die Biathlonwettbewerbe 1960 in Squar Valley vertreten.

Da man bis 1972 mit großkalibrigen Waffen schoss, übten bis dato fast ausschliesslich Bundeswehr-, Zoll- und Bundesgrenzschutzangehörige diesen Sport aus.

Erst nach der Umstellung auf Kleinkalibergewehre wurde diese Sportart einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Laufe der Zeit interessierten sich auch immer mehr Frauen für Biathlon, 1984 wurden die ersten Damenwettbewerbe bei Weltmeisterschaften im Biathlon in Charmonix/FRA ausgetragen.Die ersten Olympischen Spiele für die Damen fanden vor knapp 10 Jahren statt: 1992 in Albertville/FRA

Seit dieser Zeit verzeichnet sich ein stetiger Aufwärtstrent dieser Sportart und es wurde für nötig gehalten, einen eigenständigen Verband zu gründen. Dies geschah 1993 in London: die Internationele Biathlon Union wurde gegründet.